Wildernde Hunde
Jagdpraxis
 
 
                            Mit Rücksicht - Gemeinsam in der Natur

 

Als unbestrittene Tatsache gilt, dass Hunde bei der Begegnung mit freilaufenden Wild ihrem

natürlichen Jagdtrieb folgen. Dies wird von den meisten Hundehaltern unterschätzt und die

Folgen dieses sorglosen Verhaltens werde meistens nicht bedacht.

Freilaufende Hunde beunruhigen das Wild in seinen Einständen. Hasen und Rehe werden gehetzt und Bodenbrüter verlassen ihre Gehege. Hinterlassenes Wild kann somit leicht Opfer von Beutegreifern werden. Der natürliche Äsungsrhytmus wird gestört, Stressituationen bewirken einen Verlust an Kondition und erhöhen die Anfälligkeit gegenüber Wildseuchen und -krankheiten.

Letztendlich tritt das Wild, das ständig von freilaufenden Hunden beunruhigt wird, nur noch zu

Nachtzeiten aus, was eine Bejagung und damit die Erfüllung der Abschusspläne außerordent-lich erschwert oder fast unmöglich macht.

Rücksichtnahme und ein verantwortungsvolles Verhalten in der Natur sollte heute für alle selbstverständlich sein. Entwickeln Sie gerade deshalb einen Sinn dafür, dass Jäger, Tier-

freunde und Hundehalter besser als Naturnutzer zusammenleben, wenn sie die jeweiligen Interessen des anderen berücksichtigen.

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