Wildschaden
Jagdpraxis
 
 
 
 
Wildschaden

 

Als Besonderheit hat das Land Mecklenburg/Vorpommern eine Wildschadensausgleich-kasse gesetzlich für den Ersatz von Schäden durch Schwarz-, Rot-und Dammwild ein-gerichtet. Die WAK hat sich, trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten bewährt.

Das Beitragssystem der WAK Ostvorpommern gewährt einen Schadensfreiheitsrabatt. Dieser ist Ansporn keinen Wildschaden erst entstehen zulassen oder kleinere Wildschäden über gütliche Einigung (ohne die WAK zu belasten)  zu regeln.                                                   

                                                                      WSAK V/G

Entsprechend dem §1  BJG ist den Jägern vorgegeben,die Hege so durchzuführen,

dass Beeinträchtigungen einer ausserordendlichen land-und fortwirtschaftlichen Nutzung, insbesonder Wildschäden, möglichst vermieden werden. Erfahrungen zeigen, dass im besonderen unseren pflanzenfressenden Wildtiere nicht ganz ohne Verbiss zu erhalten sind. Ohne den Wildschaden zu bagatellisieren, haben wir in unserer sich ständig verändernden (nicht immer zum positiven für das Wild) Kulturlandschaft eine gemeinsame Verantwortung zur Erhaltung des Naturreichtums Wild. Bei einer großflächigen landwirt-

schaftlichen Nutzung ist die Wildschadensverhütung sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Wer die Vorteile der Großflächenwirtschaft nutzt, muß auch die Nachteile in Kauf nehmen. D.h. die Lasten sind gleichmäßiger zu verteilen, womit gemeint ist, das nicht jeder geringfügige Wildschaden  angemeldet wird.

Landwirte und Jäger sollten bestrebt sein, Wildschäden erst  gar nicht entstehen zu lassen

oder aber sie zumindestens so gering wie möglich zu halten. Wenn die "Chemie" stimmt

kann bereits einige im Vorfeld getan werden.

Was können Landwirte und Jäger gemeinsam tun?

Landwirtschaft:

- Meldung der Einsaat von wildschadensgefährdeten Kulturen, insbesondere in   

  Einstandsnähe

- Wenn möglich, solche "gefährlichen " Örtlichkeiten bei Einsaaten meiden

  Waldränder, wenn möglich für Schuss-Schneisen freilassen, möglicherweise

  dem Revierinhaber als Wildackerfläche verkaufen

- Bei großflächigen zusammenhängenden Maisflächen Schneisen mit einplanen, eventuell 

  Getreide einsäen (aufhellen Stoppeln lassen sich die Sauen besser bejagen).

- Häufige Kontrolle besonders gefährdeter Aussaaten und bei Schäden sofortige 

  Meldungan den Jagpächter.

Jägerschaft:

- In den Sommermonaten im Wald Ruhe halten und verstärkt im Feld die Sauen bejagen

  Aufstellen einer schnellen Eingreiftruppe (Jungjäger,Rentner)

- Keine Kirrungen im Feld oder am Waldrand anlegen

- Intensive Bejagung der Frischlinge und schwachen Überläufer im Sommer

- Revierübergreifende Ansitz-und Drückjagden im Herbst und im Winter.

- Überwindung des Revieregoismus

Sollte dennoch ein Wildschaden entstanden sein, sollte dieser fair und sachlich abgeschätzt werden und bezahlt werden, ohne sich abzuzocken. Es solte dann immer versucht werden sich gütlich  zu einigen ohne damit die WAK zu belasten.

      Gerichtsurteile:  Wildschaden im Mais

                                              Wildschaden in Erbsen

 

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