Wildunfall
Jagdpraxis
 
 
 
 
Wildunfall-Hinweise

 

Ein Wildunfall ist ein Zusammenstoß zwischen einem in Bewegung befindlichen Fahrzeugs mit Haarwild (§2 BJagdG).

Nach einem Wildunfall mit Schalenwild ist der Verkehrsteilnehmer zur unverzüglichen Anzeige, bei dem Jagdausübungsberechtigten,  der nächsten Gemeinde-behörde oder einer Polizeidienststelle, verpflichtet ( §24(3) LJagdG M-V).

Die Gemeindebehörden und die Polizeidienststellen haben, entsprechend dem Straßenkataster, die Telefonnummern der zuständigen Jagdausübungsberechtigten.

Nach einem Unfall ist die Unfallstelle abzusichern:

- Warnblinkanlage einschalten

- Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen

- Wild von der Straße räumen, Vorsicht - nicht mit bloßen Händen anfassen, das Wild jedoch 

  nicht mitnehmen (Wilderei).

- Wurde das Tier verletzt und ist flüchtig, dann genau die Stelle für spätere Nachsuchen markieren

Der Jagdausübungsberechtigte hat gegenüber dem Verkehrsteilnehmer keinerlei Pflichten, auch nicht den Behörden gegenüber. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Wild solange herrenlos ist, bis es durch einen Berechtigten in Besitz genommen wird.

Unberührt bestehen bleiben jedoch die Pflichten des Jagdausübungsberechtigten aus dem Tierschutzgesetz und damit die Pflicht zu einer Nachsuche bei angefahrenen Wild. Darüber hinaus erfordert es die Weidgerechtigtkeit, die Moral und das Ansehen der Jägerschaft, dass der Jäger, nachdem er über den Wildunfall  verständigt worden ist, sich unverzüglich zur Unfallstelle begibt und von seinem Recht Gebrauch macht, sich das Wild anzueignen und es zu versorgen.

 

                                          Unfallbescheinigung

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